|
Gesund und im Einklang mit der Natur leben, dabei erfolgreich und glücklich sein, dafür steht Feng-Shui. Die Schweizer Feng-Shui-Architektin Monika Mutti-Schaltegger baute im Dorf Mosnang, Kanton St. Gallen, ihr eigenes Haus nach den fernöstlichen Regeln.
Dabei entstand nicht nur eine ungewöhnliche achteckige Architektur, die die positive Energie des Shi günstig leitet. Auch die Bautechnik fügt sich der Idee vom gesunden, energiesparenden und ökologischen Bauen.
Für die engagierte Architektin stand fest, dass ihr eigenes Haus mit Architekturbüro und Keramikwerkstatt eine Referenz werden sollte. Auf einem Familiengrundstück mitten im Dorf steht es nun. Und langsam wandelt sich die Skepsis der Nachbarn in Wohlwollen.
Schiefer, Hanf und Honig
Im Mittelpunkt der Baustoffwahl standen ökologisch wertvolle und langlebige Materialien. Hinter der modernen Schieferfassade verbirgt sich eine Wandkonstruktion mit 170 mm dicken Holzwänden. Die einzelnen Brettschichten des bei abnehmendem Mond im Winter geernteten Holzes sind mit Holzdübeln, Quark und Honig verbunden. Die neuartige Konstruktion (u.a. Deutscher Holz Kreativ Preis 2000) erreicht ohne Holzschutzmittel höchste Lebensdauer und bisher unerreichte physikalische Eigenschaften. Auf dieser massiven Holzwand wurde 180 mm Hanfdämmung zwischen Holzunterkonstruktionen eingebaut und schließlich die Schiefer montiert.
Die neuartige Unterlegte Rechteck-Deckung gibt es erst seit wenigen Jahren. Die Schiefer sind hierbei mit sichtbaren, glänzenden Edelstahlblechen gehalten. Das hinterlüftete System gilt als bewährt und langlebig. Bis -5° benötigt dieses Haus keine Heizung. Die von den Bewohnern, Lampen und Elektrogeräten erzeugte Wärme genügt. Frische Luft gelangt über spezielle Ventile in der Fensterkonstruktion ins Haus. Verbrauchte Luft wird zentral über einen so genannten Venturus abgeführt. |